Demokratie an der Uni.

Demokratie und Universität, das sind für mich zwei Begriffe die nichts miteinander zu tun haben. Mal ganz abgesehen davon, dass die gewährten Rechte der Studierenden bei der Mitbestimmung gegen Null gehen, gibt es ohnehin kaum Interesse der Studierenden an sowas.

Deswegen „lacht“ bei Uniwahlen das anarchistische Herz noch mehr als bei anderen Wahlen. Die Wahlbeteiligung ist unglaublich niedrig und die meisten Fachschaften sind zusammengesetzt aus den Dozent*innen hörigen Hilfskräften. Unzufrienheiten werden runtergeschluckt und ignoriert.

Nun tut sich aber ein neues Problem auf. Die Institute bräuchten den Druck, auf die Universität, durch die Studierenden um eigene Ziele zu erreichen. Also muss die pseudo-demokratische Aktivität der Studierenden wieder erhöht werden. Deswegen überlegen manche Fachschaften jetzt sogar schon ob sie Wahlplakate, ganz so wie die Vorbilder in der Politik, aufhängen sollten. Es werden Rundmails geschickt in denen die jeweiligen Fachschaften die Wichtigkeit der Studentischen pseudo-Mitbestimmung loben.

Zum Dank darf die Fachschaft dann für das Institut, als Steuerer der Studierenden agieren. Zuwenig Studierende auf einem Vortrag/Veranstaltung des Instituts? Das soll die Fachschaft mal schnell richten und wenn sie schon dabei ist dann darf sie auch noch für die Dozent*innen ein bischen Arbeit verrichten mal im Lohnverhältniss und mal ohne Bezahlung.

Da ist ja selbst die repräsentative Demokratie in der BRD weiter.
Nun manch ein*e Leser*in wird sich jetzt zu Recht denken. Warum schreibt der so einen Artikel. Die Antwort ist einfach: das ist eine persönliche Abrechnung mit der eigenen Studierendenvertrettungsvergangenheit.