Elsässer und Sexismus.

Nachdem sich Elsässer schon in seinem Schwachsinnigen Iran Artikel „Glückwunsch, Ahmadinedschad!“ mit Formulierungen wie:

Hier wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.

in seiner Wortwahl in Homophobie und Sexismus vergriff (von der er sich später halbherzig distanzierte) folgt nun das hier:

Kinder nämlich – diese Erkenntnis ist so einfach, dass sie schmerzt – brauchen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit Bezugspersonen mit polaren Geschlechtermerkmalen. Wenn aber Leute “Mamma” und “Papa” spielen, die selbst keine gefestigte Geschlechtsidentität haben, werden die Heranwachsenden in ein sexuelles und seelisches Chaos gestürzt. Das erinnert an die Rocky Horror Picture Show mit Transsexuals from Transsylvania – die Realität wird grausamer als der Film.

so schreibt Elsässer hier.

Nachdem seine Kapitalismuskritik also schon, die der Nazis ist, geht es jetzt also gegen die „Genderideologie“, in den Kommentaren dazu greiffen dann viele die Vorlage auf und lassen ihrem Sexismus und ihrer Homophobie freien lauf. Fragt man sich nur was die zahlreichen Menschen dazu sagen würden, die aus einer nicht-traditionellen Familie kommen. Also alle Kinder von Alleinerziehenden oder die ettlichen Kinder die nach dem Coming Out eines ihrer Eltern mit dessen neuen Partner*in zusammenleben. Was die selbsternannten Retter*innen der Familie scheinbar immer wieder vergessen: die heterosexuelle Kleinfamilie ist ohnehin schon am Ende, kaum eine „Familie“ wird diesem Idealbild überhaupt noch gerecht. Das aufrechterhalten so eines Schwachsinns führt nur dazu, dass Partnerschaften weitergeführt werden, die schon lange vorbei sind. Alles damit die Kinder in einer „normalen“ Familie aufwachsen. Ist doch egal ob da geschlagen und gesoffen wird. Bloss nicht die sexuelle Integration der Kinder gefährden. Denn die kriegt die Psycholog*in nicht mehr so leicht hin wie die Neurosen und Psychosen die einem die Eltern mitgeben.