Mal wieder das Backstage…

Nachdem mittlerweile jede noch so dubiose Band im Backstage spielen darf, ist man dort bemüht seinen alternatives Image nicht zu verlieren. Deswegen findet diesen Freitag im Backstage eine Diskussion zum Thema „Homophobie im Reggae“ statt. Danach spielt dann T.O.K, die zumindestens versprochen haben das sie auf lukrativen Tours durch den Westen, nix homophobes mehr singen. Wie das in der Praxis ausschaut ist ja hinreichend bekannt.

Im Zusammenhang mit der Veranstaltung fragt sich Medium:

Und wer setzt sich bei so einer Veranstaltung noch mit aufs Podium, um dann einem Stocker und seinem Publikum damit auch noch das Gütesiegel „kritische Auseinandersetzung“ zu schenken?

Ich hätte ja normalerweise auf die Rosa Liste getippt. Doch scheinbar haben sich Backstagechef (Stocker) und Die Rosa Liste bei einem Hearing zur sogenannten Hassmusik überworfen.(Kritik zu dem Hearing bei München Pervers) Auf der Rosa Liste Seite ist auch zu lesen was der Stocker so an Bürgermeister und co. vor der Veranstaltung geschrieben hat:

„Wir legen hiermit rein vorsorglich im Vorfeld dieser Veranstaltung ausdrücklichen Protest gegen diese ein! Wir müssen befürchten, dass dieses Hearing nicht nur in unseren Augen äußerst undemokratisch und vor allem unrechtsstaatlich verlaufen – sondern hier erstmal ein einseitiges und absolut verfälschtes Bild ganzer Jugendkultur- und Musikszenen dargestellt wird. Es wurde da weder das für diesen Sachverhalt eigentlich kompetente Kulturreferat einbezogen noch betroffene VeranstalterInnen und VerterInnen der Musikszenen, die hier in der drastischen Kritik stehen. Vielmehr kommen bei diesem überwiegend VerteterInnen, von bestimmten eher „fundamentalistisch“ agierenden Verbänden zu Wort, die unserer Ansicht nicht einmal die Mehrheit der Meinung ihres eigenen Klientels vertreten.“

Man darf also gespannt sein wer sich diesmal als Feigenblatt hergiebt oder handelt es sich gar um eine Veranstaltung bei der die „betroffene VeranstalterInnen und VerterInnen der Musikszenen, die hier in der drastischen Kritik stehen“ mal unter sich diskuttieren. So als Gegenveranstaltung zum dem Hearing der Stadt.
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