Die Postantideutschen sind wieder da.

Manch einer wird sie vieleicht schon vermisst haben oder sich gefragt haben, was ist eigentlich aus denen geworden? Aber jetzt sind sie wieder da, die Postantideutschen melden sich zurück. Vorerst nur mit einem Wordpressblog: Gruppe Monaco. Aber da kündigen sie schonmal an „Wir versprechen: Wir werden von uns hören lassen.“. Und sie wissen auch schon genau was sie ins Fadenkreuz nehmen wollen, genannt werden da zum Beispiel :“die Vergewaltigerhatz des „Antisexistischen Aktionsbündnisses“…“ ausserdem will man den antikapitalistischen, antirassistischen und antisexistischen Konsens der Linken Szene Münchens brechen bzw. nicht reproduzieren und am wichtigsten man will „den Islam als Feind jeglicher Emanzipation denunziert“. Vieleicht schaut das ja diesmal anders aus, als die üblichen Fahnenspielchen am Rande irgendwelcher Demos von denen sich ohnehin nur noch Sdajler provoziert fühlen. Aber lassen wir uns überraschen, die Justus Wertmullah Jugend ist auf jedenfall erstmal zurück!
Im übrigen fast schon satirisch, dass die Gruppe den Szenesumpf in München kritisiert und doch auch wieder nur einen Text zu diesem Sumpf schreibt und dabei selbst darin versickert, anstatt mal eine materialistische Kritik an den Verhältnissen zu formulieren, will sie dann doch lieber auch in der „alimentierte Subkultur“ mitmischen und auch ein bischen „radical chic“ sein.


9 Antworten auf “Die Postantideutschen sind wieder da.”


  1. 1 Kurt 30. April 2010 um 14:54 Uhr

    auch wenn ich die Kritik der Gruppe Monaco nicht unbedingt teile, solltest du ordentlich zitieren:

    „und am wichtigsten man will „den Islam als Feind jeglicher Emanzipation denunziert“.“

    Dies ist
    a) kein richtiger Satz
    b) aus dem Kontext gerissen. Es geht darum, dass man in München Ruhe hat so lange man es nicht tut. Daraus zu folgern, dass die Gruppe genau das will ist nicht zulässig (auch wenn sie wahrschl. genau das wollen).

  2. 2 Administrator 01. Mai 2010 um 15:50 Uhr

    Mir ging es dabei auch mehr um die Betonung von „den“, als wäre der Islam ein monolithischer Block. Den Rest der Aussage hab ich in der Tat einfach polemisch unterstellt.

  3. 3 bikepunk 089 02. Mai 2010 um 9:18 Uhr

    Hehe! Die sind lustig. Ich finds nett, dass die mich zum linksradikalen ideellen Gesamtmünchner erklärt haben. Mein Lieblingszitat ist aber das:

    wo den Verhältnissen gerade nicht ihre eigene Melodie vorgespielt wird, sondern gedankenlos antikapitalistische Phrasen abgespult werden, ja, wo das einzige Wagnis daran besteht, in der Öffentlichkeit ausgerechnet einen Bademantel zu tragen, weil es „ein Kleidungsstück [ist], welches Entspannung, Zufriedenheit und Wohlbefinden impliziert“ (und nicht etwa intellektuelle Verkommenheit, soziale Verwahrlosung sowie die Absage an Schönheit als zu erstrebendes Gut)

  4. 4 Lektorat 02. Mai 2010 um 12:32 Uhr

    Vor dem ersten Zitat dürfte außerdem durchaus ein Doppelpunkt der Satzstruktur zur Seite stehen. Für LeserInnen, die die SDAJ nicht kennen, wäre es wahrscheinlich hilfreich, das Akronym in Großbuchstaben zu schreiben.

  5. 5 Entdinglichung 03. Mai 2010 um 11:29 Uhr

    deren „basics“ sind durchaus JU-kompatibel

  6. 6 bikepunk 089 03. Mai 2010 um 18:26 Uhr

    @entdinglichung:
    wahrscheinlich die gleichen Leute haben mal einen Flyer gemacht und mit JU München ud Justus Wertmüller-Jugend unterschrieben …
    http://gartenschlauch.blogsport.de/2009/02/06/siko-ermoeglichen/

  7. 7 Monaco Fanze 03. Mai 2010 um 19:55 Uhr

    Glei garned ignoriern!

  8. 8 herrkeuner 07. Februar 2011 um 0:16 Uhr

    Der Carlos versteht noch nicht mal eine Beleidigung, wenn er mal einer für würdig erachtet wurde…

    Keksi, magst du mal das „Post-“ erklären? Oder soll das tatsächlich nicht mehr andeuten, als die sind ja gar nicht mehr so wirklich gegen Deutschland weil die sind ja voll auf CDU-Niveau..

  9. 9 allophilia.blogsport.de 08. Februar 2011 um 15:09 Uhr

    Fällt mir jetzt schwer einen post zu erklären der knapp nen Jahr alt ist. Fande aber den damaligen Text deswegen amüsant, weil er auf den Münchner Szenesumpf einhackt und sich selbst dabei nur damit beschäftigt. Das ist also weniger Kritik als Affirmation des bestehenden (Szenesumpfes).

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