Archiv für Februar 2011

Es endet mit einer Hommage.

Eine kleine Hommage an Münchenpervers, die ja leider schon lange ihren Blog verrotten lässt. So folge auch ich in die Blogpause. Ich erspare euch dafür auch Reflexionen über die Sinnlosigkeit des blogschreibens.
So wie die Sache momentan aussieht, ergibt sich ohnehin keine anständige Perspektive auf Befreiung pervers-queerer. Denn so bitter es ist, die bürgerliche kapitalistische Gesellschaft gewährt sexuellen Minderheiten zumindestens ein fahles soziales Ghetto, während ein Umsturz des Bestehenden, für eben diese meist nur Verfolgung und Tod gebracht hat. Es bleibt also zuerst einmal die Aufgabe sich zwischen Heteronormativität, die für uns nunmal die Hölle ist und schwulem Selbsthass irgendwie einzurichten. Für die bürgerliche Gesellschaft des neuen Jahrtausends sind wir ja ohnehin äusserst nutzliche IdiotInnen, mal um als Speerspitze gegen andere Minderheiten eingesetzt zu werden, mal um das eigene Distinktionsbedürfnis zu stillen. Die moderne hegemoniale Männlichkeit in den urbanen Zentren des Westens ist ohnehin anti-homophob aber deswegen noch lange nicht anti-heterosexistisch noch anti-schwulenfeindlich.

Sollte mir in Zukunft mal wieder was brauchbares im Kampf gegen die Heteronormativität einfallen, melde ich mich zurück. Frohes kämpfen weiterhin, uns bleibt ja ohnehin keine Alternative dazu.

A Gay Vietnam Veteran.