„Scheiss Emanzen!“ – Zur Kontroverse um den Christina Street Day

In München herrscht wie in vielen anderen Städten ein eklatantes Missverhältnis zwischen lesbischer und schwuler Szene. Während es beispielsweise in München etliche Bars, Kneipen, Clubs, Vereine für Schwule gibt, können Lesben nur auf weit weniger Angebot dieser Art zurückgreifen. Das spiegelt nicht nur ökonomische Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern wieder, sondern auch wer sichtbarer in dieser Gesellschaft ist. So haben auch die Schwulen (weissen/mittelstands) Männer* in der sogenannten Community den größten politischen und kulturellen Einfluss.
Weil man um dieses Missverhältnis auch in der münchner rosa Einheitspartei (Rosa Liste) weiss, entschied man sich dafür den Christopher Street Day dieses Jahr in Christina Street Day umzunennen.

Wir haben letztes Jahr im Münchener Stadtrat beschlossen, einen Schwerpunkt auf Lesben zu richten, um deren Sichtbarkeit zu erhöhen. Dann hatten wir die Idee, dass wir zum CSD etwas provokativer auftreten müssen, um das der Öffentlichkeit klar zu machen. So kam der Name Christina Street Day mit dem Motto „Gemeinsam für uns alle“ zustande.

Thomas Niederbühl im queer.de Interview

Die Reaktion aus der schwulen Szene lies dann auch nicht lange auf sich warten. Ein Sturm der Entrüstung fegte durch die Community. Für viele schwule Männer* mal wieder eine gute Gelegenheit ihrem Antifeminismus und ihrer Frauenfeindlichkeit freien Lauf zu lassen. Gerade die Alten haben immer noch nicht verwirkt, dass die feministische Bewegung der CSD-Anfangszeit sich nicht bedingungslos mit den schwulen Männern* solidarisieren wollte. Die Reaktionen von heute illustrieren, warum das damals wie heute garnicht so blöd ist.
Schnell war auch eine Unterschriftenaktion gestartet und eine Facebookgruppe gegründet. Aktionismus den man sich von der trägen Wohlfühlszene an manch anderer Stelle wahrlich wünschen würde.

Ein weiteres und dabei nicht weniger klassisches Argument vieler Schwuler ist, dass das Bild von Schwulen als effeminierte Männer* in der Öffentlichkeit dadurch noch weiter verstärkt werden würde. Ärgerte sich manch einer doch über die blöden Drag-queens, die Jahr für Jahr in der Berichterstattung über den CSD dafür sorgen, dass der schwule Mann* nicht als der konservative langweilige Spießer rüberkommt der er eigentlich ist.

Womit wir zum albernsten Argument gegen die Umbenennung kommen. Das Argument damit würde Geschichtsklitterung betrieben. Ein beliebtes Argument, das immer dann zum Einsatz kommt wenn Lesben es wagen die männliche* Hegemonie in der Community anzugreiffen. Sei es bei der Kontroverse um das sogenannte Homomahnmal oder eben jetzt bei der Umbenennung des Christopher Street Days. So pochen die Umnennungsgegner* darauf, dass der Stonewall Aufstand nun mal eben in der Christopher Street seinen Ursprung gefunden hat und nicht in der Christina Street. Nicht soviel geschichtliche Detailschärfe herrscht dabei, dass es auch nicht gutbürgerliche Schwule waren die sich tagelange Straßenschlachten mit den Bullen lieferten, sondern von der Gesellschaft mehrfach ausgeschlossene migrantische* Tunten und Draq-queens. Diese hätten, wie manch einer zugeben muss sich über die Effeminierung der Christopher Street gefreut.

Immerhin hat die Umnennung eines ihrer Ziele schon erreicht: „Irritation, Aufmerksamkeit und Diskussion schaffen“. Sollen die schwulen Männer* doch von einer Instrumentalisierung des CSDs von einer lesbischen Minderheit schwadronieren. Vieleicht wird ihnen ja auch irgendwann mal klar, dass die Wurzel der sexuellen Unterdrückung, in der sich aus der Heteronormativität speisenden Vorstellung von Geschlechtern liegt. Der CSD ist eben keine schwulen Parade sondern die Parade aller die aus der Heteronormativität herausfallen, weil sie nicht in die beklemmende Enge der an sie gesetzten Erwartungen passen.

Stonewall was a riot! Der Kampf um Befreiung ist nicht teilbar!

Nachtrag: Mittlerweile scheinen die Organisatoren in der Diskussion eingeknickt zu sein:
Nach Kontroverse um „Christina Street Day“: Münchner CSD bleib „Christopher Street Day“ ( CSD München | Rosa Liste München )


35 Antworten auf “„Scheiss Emanzen!“ – Zur Kontroverse um den Christina Street Day”


  1. 1 Bastian 11. März 2011 um 21:10 Uhr

    Wenn Du das Mißverhältnis, was zwischen Schwulen und Lesben besteht, über Kneipen, Clubs und Bars definierst, bist Du schon ganz schön arm dran. Ich glaube, niemand hat Schwule dort hineingeprügelt. Will sagen, Schwule und Lesben haben, wenn Dir denn diese Orte so wichtig sind, gleiche Möglichkeiten, aber auch gleiche Probleme. Vielleicht liegts einfach daran, daß lesbisches Leben, sich viel von schwulen Leben unterscheidet.Sicher auch traditionell. Ich müßte ein bißchen suchen im Internet, aber ich habe mal eine Studie gelesen, wo das recht überzeugend dargelegt wurde.Die Autorinnen waren Lesben. Es hatte nichts mit Diskriminierung zu tun und meine lesbischen Freundinnen geben mir Recht. Ich habe es fast als Nötigung gegenüber Lesben empfunden. Die Christina meine ich. Im Interesse einer großen lesbischen Mehrheit war der geniale Vorschlag wirklich nicht.Themen zu lesbischem Leben finde ich übrigens immer interessant.Das Problem, Lesben verschließen sich sehr oft. Man bleibt gerne unter sich. Man kommt in diese Welt schlecht rein. Es gibt oft keine gemeinsamen Themen. Schade.
    Freundlichst

  2. 2 Ben 11. März 2011 um 22:23 Uhr

    „Ein weiteres und dabei nicht weniger klassisches Argument vieler Schwuler ist, dass das Bild von Schwulen als effeminierte Männer* in der Öffentlichkeit dadurch noch weiter verstärkt werden würde. Ärgerte sich manch einer doch über die blöden Drag-queens, die Jahr für Jahr in der Berichterstattung über den CSD dafür sorgen, dass der schwule Mann* nicht als der konservative langweilige Spießer rüberkommt der er eigentlich ist. “

    sorry, aber wo ist da eigentlich Dein argument? dass Du Dich hämisch freust, wenn „konservative[,] langweilige Spießer“ durch drags geärgert werden, ist jawohl weniger wert als die kenntnisnahme der tatsächlichen gefahr, die für einen schuljungen besteht, der auf grund dieser medialen konstruktion des schwulen, effeminierten mannes, die es halt tatsächlich gibt, als schwul und effeminiert identifiziert wird und entsprechend behandelt wird.
    will sagen: erstens betrifft eine solche mediale bestätigung des effeminierten mannes nicht nur die potentiellen csd-teilnehmer, also erwachsene identitäts-schwule, die in die großstädte gezogen sind, sondern alle der homosexualität verdächtigen, zweitens weißt Du ja gar nicht, ob hinter dieser kritik vielleicht gar nicht der „konservative[,] langweilige Spießer“ steckt, sondern existentielle interessen. immerhin können (oder wollen) nicht alle schwulen in situationen leben, in denen ihnen das attribut „effeminiert“ gleichgülig oder gar willkommen sein kann. dem kellner, oder dem h&m-verkäufer mag das ja egal sein, aber der lagerist oder nachtwächter darf je nach verbreitung dieses stereotyps sehr wohl um seine existenzgrundlage fürchten. schließlich berührt Deine kritik des drag-kriters als „konservative[,] langweilige Spießer“ überhaupt keinen relevanten punkt wie: „sollte man diese kritik (die der Verbreitung des „effeminierten mannes“) eigentlich an die drag-leute, oder an jmd anders richten?“. „ist diese kritik überhaubt richtig?“, „warum betrifft den kritiker die performanz der anderen eigentlich?“ und „wieso sollte man überhaupt zu solchen veranstaltungen erscheinen?“

    und ja, mir ist schon klar, dass Du mehr als diesen abschnitt geschrieben hast, aber mit „Der CSD ist eben keine schwulen Parade sondern die Parade aller die aus der Heteronormativität herausfallen, weil sie nicht in die beklemmende Enge der an sie gesetzten Erwartungen passen. “
    wirst Du ja hoffentlich nicht meinen, dass aus dieser geforderten Solidarität heraus sich gefälligst jeder, aus der heteronormativität herausgefallene, jedliche noch so konkret schädliche devianzzuschreibung (wie effeminiertheit) zu schultern habe, auch wenn er bislang von deren folgen nicht betroffen war, nur weil er sonst in Deinen augen ein „konservative[r][,] langweilige[r] Spießer“ ist.
    grüße

  3. 3 Jay 11. März 2011 um 23:17 Uhr

    Ein weiteres und dabei nicht weniger klassisches Argument vieler Schwuler ist, dass das Bild von Schwulen als effeminierte Männer* in der Öffentlichkeit dadurch noch weiter verstärkt werden würde. Ärgerte sich manch einer doch über die blöden Drag-queens, die Jahr für Jahr in der Berichterstattung über den CSD dafür sorgen, dass der schwule Mann* nicht als der konservative langweilige Spießer rüberkommt der er eigentlich ist.

    Wie kommst du auf das bescheuerte paternalistische Ticket, Schwulen vorschreiben zu wollen, gefälligst homophoben Klisches zu entsprechen? Wer statt auf Identitätskitsch lieber auf das Ausleben eigener Vorlieben setzt, ist dann ein „konservativer langweiliger Spießer“? Bei so schablonenhaftem Denken bleibt die Emanzipation des Einzelnen dann natürlich auf der Strecke.

  4. 4 Freddy 12. März 2011 um 12:00 Uhr

    Was bedeutet das * hinter Mann? :)
    LG

  5. 5 Deef 12. März 2011 um 13:48 Uhr

    Hallo Allophilia,

    dass in München ein eklatantes Missverhältnis zwischen lesbischer und schwuler Szene herrsche, halte ich für eine steile These. Ist die Zahl der Szene-Lokale ein aussagekräftiges Indiz? Ist eine „Szene“ überhaupt aussagekräftig für Rückschlüsse auf Menschen, die sich zwar der gleichen Sexualorientierung zugehörig zählen, sich aber der Szene fernhalten?

    Positives Beispiel in München: der Candy Club, eine zweiwöchentlich stattfindende Queer-Party in der Menschen aller Sexualorientierungen vortrefflich miteinander feiern und zu Nicht-Klischee-Musik tanzen.

    Vielleicht ist der Name „Christopher Street Day“ für eine deutsche Veranstaltung, die politisch sein möchte, es aber gerade in München nur in Teilen ist (klar gibt es eine Hand voll politischer Wagen und Botschaften, aber der „Handtaschenweitwurf“ und das „Pumps-Race“ auf dem Marienplatz lenken die Aufmerksamkeit nicht auf den politischen Teil des CSD und das darf man den Veranstaltern durchaus vorwerfen) ohnehin kein passender Name (mehr).

    Vielleicht wäre eine andere Benennung besser. In anderen Ländern wird z.B. vom „Pride March“ gesprochen. Da gibt es dann auch keine Probleme mit Männer- oder Frauennamen im Titel.

    Viele Grüße

    Deef

  6. 6 zappzarapp 12. März 2011 um 14:21 Uhr

    Jay, das sind wüsten Unterstellungen. Darum ging es allophilia offenbar nicht. Paternalistisch ist vielmehr, z.B. Drag-Queens pauschal zu unterstellen, sie würden lediglich einen »Identitätskitsch« pflegen und ihnen abzusprechen, dass sie »ihre eigenen Vorlieben ausleben«.

    allophilia hat kritisiert, dass eine Entsolidarisierung stattfindet und eben nicht die Akzeptanz der Vorlieben anderer als Voraussetzung der eigenen Emanzipation ansieht; ferner dass manche – auf Druck der homophoben Gesellschaft – lieber das Bild des seriösen, anständigen, angepassten anstatt des tuntigen Schwulen medial vermittelt sehe wollen, um bloß nicht homophobe Klischees zu bestätigen. Diese Zusammenhänge aufzuzeigen ist doch kein Vorschreiben des einen oder anderen und schon gar keine Absage an die Emanzipation des Einzelnen, im Gegenteil!

  7. 7 Deef 12. März 2011 um 14:41 Uhr

    Ach, hier werden sachliche Kommentare nicht freigeschaltet, wenn Sie die Argumente des Artikels in Frage stellen?

    //Allophilia: Nein, natürlich nicht. Eigentlich werden die Kommentare hier garnicht moderiert, sondern direkt freigeschaltet. Aus irgendeinem für mich im Moment nicht nachvollziehbaren Grund, wurde dein Beitrag aber zurück gehalten. Die Redaktion entschuldigt sich ausdrücklich!

  8. 8 zappzarapp 12. März 2011 um 14:46 Uhr

    Ben, natürlich stecken dahinter oft berechtigte existentielle Interessen. Ob es nun ein »langweiliger Spießer« ist, der die reale Gewalt fürchtet, die mit der Zuschreibung von »Schwulsein« verbunden ist, ist tatsächlich egal. – Das war polemische Überspitzung, die die Sache eher verschleiert hat. – Wahrscheinlich hat er diese Gewalt auch selbst einst erfahren. Es wäre sicherlich falsch zu verlangen, dass jemand diese Gewalt »schultern« soll und es ist verständlich, wenn es jemand nicht kann.
    Doch sollte der Umkehrschluss eben nicht sein, dass sich die Queer-Community diesen Ausgrenzungsmechanismus zu eigen macht in dem absurden Glauben, man könne diese Gewalt beenden, wenn man sich nur konform genug verhält.

  9. 9 Ben 12. März 2011 um 15:52 Uhr

    „Doch sollte der Umkehrschluss eben nicht sein, dass sich die Queer-Community diesen Ausgrenzungsmechanismus zu eigen macht […]“

    zappzarapp, mal abgesehen davon, dass es mir herzlich egal ist, was eine „Queer-Community“ sich so zu eigen macht, und was nicht, ist es doch reine unterstellung, zu behaupten, ich hätte diesen umkehrschluss gezogen. meine schlüsse stehen in meinem beitrag genau drin.
    aber ich formuliere es gerne noch mal anders: die personen, deren performanz auf einem csd weitgehend stereotypen gegen homosexuellen entspricht, wissen, dass ihr auftritt dazu benutzt werden wird, diese stereotypen medial weiter zu reproduzieren. und das resultiert in konkreten schädigungen an menschen. und zwar oft genug an menschen, die sich mit den akteuren auf dem csd gar nicht identifizieren. meine kritik ist nun, dass weder allophilias „spießer“, noch deine „Akzeptanz der Vorlieben anderer“ diesen punkt irgendwie berührt. da steht nirgendwo, dass ich „dem absurden Glauben, man könne diese Gewalt beenden, wenn man sich nur konform genug verhält.“ anhänge.
    da der punkt der „Entsolidarisierung“ für Dich wichtig erscheint, möchte ich aber tatsächlich noch etwas hinzufügen: mir bereitet der gedanke, dass sich ein arbeiter im ruhrgebiet mit einem laden-besitzer im prenzlauer berg solidarisieren sollte, auf grund der gemeinsamen „beklemmende[n] Enge der an sie gesetzten Erwartungen“, selbst wenn das scheitern an diesen erwartungen (und das erfüllen der erwartungen der komplementären rolle, des schwulen) für den einen die gefahr des arbeitsverlustes und der körperlichen gewalt und für den anderen ein hohes einkommen und soziale integriertheit bedeutet, einige bauchschmerzen.

  10. 10 Deef 12. März 2011 um 16:07 Uhr

    Allophilia sagte: Nein, natürlich nicht. Eigentlich werden die Kommentare hier garnicht moderiert, sondern direkt freigeschaltet. Aus irgendeinem für mich im Moment nicht nachvollziehbaren Grund, wurde dein Beitrag aber zurück gehalten. Die Redaktion entschuldigt sich ausdrücklich!

    Geschenkt. Danke für die Rückmeldung.

  11. 11 perto 12. März 2011 um 16:53 Uhr

    guter text. und bisher kommentare, die unverständnis – und nicht-verstehen-wollen – für die geäußerte kritik verdeutlichen.

    da detailliert drauf einzugehn ist mir, ehrlich gesagt, mittlerweile zu blöde. aber zwei dinge muss ich dann doch anmerken: ich bezeichne mich mittlerweile selbst wieder als „schwulen mann“ – aus dem ganz einfachen grund, dass ich diese beiden „labels“ nicht „denen“ überlassen mag. seh ich gar nicht ein!

    und das andere: von geschichtsklitterung zu reden, wenn statt christopher mal von christina gesprochen werden soll, aber auf der anderen seite genau denen, die damals gekämpft haben, sich die hände schmutzig gemacht und schläge bekommen haben – nämlich die (migrantischen) drag queens, tunten und trans*leute – mit dem label „schädliche devianz“ zu belegen und damit ihren ausschluss aus der „community“ (ich krieg n lachanfall! „community“. pah!) weiter zu betreiben und zu verschärfen, spricht für mich nicht für einen geisteszustand, in dem ich mich befinden möchte.

  12. 12 Ben 12. März 2011 um 17:25 Uhr

    „spricht für mich nicht für einen geisteszustand, in dem ich mich befinden möchte. “

    weißt Du, ein geisteszustand, der einen aus denunziationsgründen dazu treibt, aus “ schädlichen devianzzuschreibungen“ mal schnell „schädliche devianz“ zu machen und menschen, die sich in münchen 2011 in fummel schmeißen mal eben mit menschen gleichzusetzen, die vor über 40 jahren auf einem anderen kontinent gegen razzien in ihren bumslokalen protestierten, ist vielleicht auch nicht soooo doll.

  13. 13 alex 12. März 2011 um 23:48 Uhr

    hm, in einigen beiträgen wird ja regelrechte täter-opfer-umkehr betrieben! als ob es die schuld der „tunten usw.“ wäre, dass schwule diskriminierung erfahren… dass dieser irrtum nicht reflektiert wird, spricht bände. wie wäre es, auf die medien los zu gehen oder auf diejenigen, die mit den „tunten usw.“ immer noch ein problem haben? statt dessen wirft man diesen menschen vor, sie seien rücksichtslos und würden mit ihrem verhalten die medien dominieren und trügen letzten endes die schuld daran, dass dann auf schwule los gegangen wird. tz. aber gut, warum sollte intelligenz bei randgruppen weiter verbreitet sein als bei der mehrheit…
    christina hätte bedeutet, dass man im nächsten jahr mal einen spießer-csd machen, wo man dann mal alles schrille weglassen hätte können – und zusammen genommen wäre die botschaft gewesen: wir sind verschieden und trotzdem gleich viel wert.

  14. 14 zappzarapp 13. März 2011 um 2:32 Uhr

    Ben, ich habe in meinem Kommentar über die Sache geredet, daher bitte ich dich nicht überall Unterstellungen zu sehen, wo keine sind.

    Ich wäre doch sehr daran interessiert, wie deine Lösung dieses Dilemmas aussieht, da du behauptest, dass hier niemand den Kernpunkt berühre. Du sagst, dass klischeehaftes Verhalten von CSD-Besucher_innen indirekt zu Schädigungen an Menschen führt, weil es die Devianzzuschreibungen befeuert. Mal angenommen das stimmt, welchen Ausweg siehst du. Sollen sich die Leute auf dem CSD möglichst »normal« verhalten, damit nicht woanders jemand als »schwul«, »Tunte« etc. markiert wird und Gewalt erfährt? Das hast du anscheinend bereits verneint. Was also ist die Konsequenz?

    Ich denke, Homophobie entwickelt sich davon unabhängig, ob homophobe Stereotypen bestätigt werden oder nicht. Die meisten Schwulen und Lesben in den Medien entsprechen den Stereotypen nicht; was auf dem CSD zu sehen ist, ist eine mediale Ausnahme. Ich denke nicht, dass das nicht-stereotype Verhalten von medial präsenten Queers zu weniger Zuschreibungen und Gewalt geführt hat.

    Natürlich gibt es Menschen, die die Gewalt erfahren würden, wenn sie einem Stereotyp entsprächen, und solche, die aufgrund ihres sozialen Status wenig(er) zu befürchten hätten. Warum bereitet dir der Gedanke an eine mögliche Solidarisierung der beiden Personen Bauchschmerzen? Weil sie unmöglich und absurd scheint?
    Der eine sichert seine Unversehrtheit damit, nicht dem Stereotyp zu entsprechen, selbst wenn er es vielleicht gerne würde. Der andere profitiert davon, das Stereotyp zu bestätigen. Beide können einsehen, wie gewalttätig die heteronormative Ordnung ist, die sie dazu zwingt, sich in bestimmter Weise zu verhalten. Wer sagt denn, dass der Prenzlberger nicht darunter leidet und es nicht ätzend findet, diese Rolle spielen zu müssen. Natürlich ist er in einer anderen, privilegierten gesellschaftlichen Situation. Die Zwangsordnung, die beide beschädigt, ist jedoch dieselbe. Hier eine gemeinsame Grundlage herzustellen, ist eine altbekanntes Problem sozialer Bewegungen. Beide in dem Beispiel könnten mit dem CSD vermutlich wenig anfangen.

  15. 15 Ben 13. März 2011 um 5:19 Uhr

    „Ben, ich habe in meinem Kommentar über die Sache geredet, daher bitte ich dich nicht überall Unterstellungen zu sehen, wo keine sind.“
    sorry, aber Du darfst in Deinem vorletzten kommentar unterstellungen sehen und ich nicht? bißchen schwach, oder?

    „Was also ist die Konsequenz?“
    Du, ich hab keine ahnung. aber ich tue auch nicht so. erst recht nicht mit einem nebensächlichen absatz. leute spießer zu nennen und/oder solidarität einzufordern löst auf jeden fall daran gar nichts. die akteure selbst aufzufordern ihr verhalten zu ändern halte ich aus verschiedenen gründen für ein unding, zuallererst, weil man gefälligst niemandem vorzuschreiben hat, wie er sich bei einer solchen gelegenheit darstellt, aber auch, weil er als vertreter seiner interessen ja auch durchaus guten grund dazu haben kann. die medien zu adressieren, halte ich ebenfalls für zwecklos, da sie gar nicht anders können, als so über csds zu berichten, wie sie es tun, ohne tuntenbilder kauft der kunde nämlich einfach die andere Zeitung. letztendlich lassen sich die eigentlichen homophoben akteure, die entlassen, schlagen oder mobben gar nicht unmittelbar adressieren. somit hab ich also gar keine lösung. aber ich behaupte halt auch nicht mit „die typen, die die jährliche reproduktion homophober klischees fürchten sind halt unsolidarische spießer“ wäre irgendwas gelöst.
    den einzigen vorschlag, den ich habe, ist: lasst es doch einfach. die csds der letzten 20 jahre dienten doch eh nur der stabilisierung der heteronormativität. das sagten die verschiedenen veranstalter doch auch ganz klar: sichtbarkeit, akzeptanz, ehe. das sind doch genau die mechanismen, wie heteronormativität heute funktioniert, viel weniger mit direktem zwang, als durch freiwilligen ausschluß. besser kann man seinem nachbarn seine heterosexualität doch gar nicht betätigen, als durch die straßen ziehen und sagen: „schaut her, wir sind die anderen, wir leben jetzt in der stadt und wollen auch was von eurer ehe abhaben.“ wenn es jetzt csds in nennenswerter größe gäbe, die aussagten: „seht her, ihr alle, die hier nicht mitlauft, seit genauso von der heteronormiertheit geformt wie wir, streicht das merkmal geschlecht aus dem personenregister, hört auf euren kindern geschlechtsspezifische namen zu geben, schafft die ehe ab, hört auf euern kindern zu erzählen, jungen stehen auf mädchen, außer sie sind schwul, wir akzeptieren keine schimpfworte als fremd- oder selbstbeschreibung, etc.“, dann, ja dann würde ich auf die effekte der berichterstattung ja völlig pfeifen. aber so? heute ist doch der einzige effekt eines csds die berichterstattung! ich denke das schadet mehr als es nützt. ich lass es deshalb seit jahren einfach.

    „Ich denke, Homophobie entwickelt sich davon unabhängig, ob homophobe Stereotypen bestätigt werden oder nicht.“
    das halte ich heute für völligen quatsch. natürlich ändert niemand seine homophoben stereotype, selbst wenn er sie öfter enttäuscht als bestätigt findet, stereotypen lässt man halt nicht durch widerlegung fallen, sondern weil man entdeckt, dass es stereotypen sind. aber natürlich wird die heteronormativität heute so gut wie immer mit blick auf die (akurat oder inakurat dargestellte) homosexuelle minderheit konstruiert. wie auch sonst? konkreten zwang für die sexualpartnerwahl gibt es ab dem erwachsenenalter nicht mehr und die konzepte, mit denen man homophobie unabhängig vom konkreten homosexuellen erzeugen könnte, wie sünde, straftat oder krankheit, sind heute nicht mehr hegemoniefähig. so bleibt also für eine 99%ig heterosexuelle gesellschaft also nur der blick auf das 1% der anderen, als bestätigung, die ja auch gerne jahr für jahr ihre andersartigkeit und natürliche minorität öffentlich in die kamera quäken. und diese minderheit selbst ist natürlich bloß ein abziehbild des herrschenden homophoben diskurses, den sie dann selbst bestätigt usw.

    „Natürlich ist er in einer anderen, privilegierten gesellschaftlichen Situation. Die Zwangsordnung, die beide beschädigt, ist jedoch dieselbe.“
    ja, mit der logik hat sich ein hartz4ler auch mit guttenberg zu solidarisieren, da beide anforderungen unterliegen um an mittel aus dem staatshaushalt zu kommen.
    es macht halt schon einen unterschied, ob man auf der gewinner- oder der verliererseite einer zwangsordnung steht. alle heteros stehen übrigens auch unter derselben zwangsordnung ohne zwangsläufig davon zu profitieren. frauen profitieren davon sogar üblicherweise nicht.

    „Ich denke nicht, dass das nicht-stereotype Verhalten von medial präsenten Queers zu weniger Zuschreibungen und Gewalt geführt hat.“
    das denke ich auch nicht (wobei ich mich dann natürlich noch mehr frage, was die weitgehend forderungslosen csds sollen), aber sie könnten. wie sieht den heute die darstellung in den medien ganz grob aus? ich bin kein so großer konsument von deutschen medien, aber soweit ich das sehe sind in tv und zeitschrift gar keine „queers“ im sinne von nicht-heterosexuellen vorhanden, sondern akteure aus den identitätsbereichen lgbt. damit lässt sich die grundannahme, die bevölkerung gliedere sich in die mehrheit der heteros und die minderheit der lgbt-leute (und sekundäre attribute für die gruppen) natürlich schonmal schlecht aufweichen. schlimmer noch geben sich ja viele geradezu als schablone für die heterosexualität her. ich erinnere mich an eine politsendung wo norbert geis 1h lang über die vorzüge der ehe sprechen konnte. welches andere soziale phänomen, außer der forderung nach einer gleichgeschlechtlichen variante hätte das wohl im 21. jhd je ermöglicht.
    die medien könnten allerdings (tun es aber nicht und haben auch kein interesse (welches denn auch?) daran) einiges an der heteronormativität ändern: indem (in dokumentarischen oder fiktiven formen) männer häufig zärtlichlichkeiten austauschen, ohne als „schwul“ gelabelt zu werden, personen gar keine geschlechtszuweisung bekommen, frauen ohne bürgerliche ehe kinder aufziehen etc.
    warum sollten die medien das aber tun? männer, werden halt de facto als „schwul“ gelabelt, wenn sie miteinander zärtlich sind, personen werden de facto einem geschlecht zugeordnet und mütter haben de facto große probleme als alleinerziehende. die medien denken ja gar nicht daran das anders darzustellen oder auch nur zu kritisieren, und die berichterstattungen über csds gehören nun zweifellos genau zu dieser reproduktion dazu.

    „Beide in dem Beispiel könnten mit dem CSD vermutlich wenig anfangen.“
    ehrlich gesagt habe ich mir meinen prenzelberger schon als csd-gänger ausgemalt, aber ok, wer sollte damit denn auch überhaupt etwas anfangen?

  16. 16 zappzarapp 13. März 2011 um 16:27 Uhr

    Danke für die umfangreiche und aufschlussreiche Antwort. Ich gehe damit weitesgehend d‘accord und sehe ähnliche Probleme, was die Bestätigung bzw. das Aufbrechen der Heteronormativität angeht.

  17. 17 allophilia.blogsport.de 14. März 2011 um 13:18 Uhr

    Um das nochmal in aller Klarheit zu sagen: Von mir aus kann jede*r sich so darstellen wie er*/sie* will. Ich kritisiere den „langweiligen Spießer“ nur da wo er* der Meinung ist, Homophobie würde durch extravagante Tunten ausgelöst/verstärkt/erhalten.

    Bewegungsspielräume werden eben nicht da erzeugt wo man sich besonders angepasst gibt, sondern dort wo man sich sie nimmt.

    @Freddy der * steht hinter gewissen Wörtern um deren Fremdkonstruktion deutlich zu machen. Also dort wo eine bezeichnung von anderen zugeordnet wird. Z.B Bei Mann*/Frau* und nicht dort wo es um eine Selbstbezeichnung geht: schwul/tunte/lesbisch etc.

  18. 18 Jay 14. März 2011 um 14:41 Uhr

    Um das nochmal in aller Klarheit zu sagen: Von mir aus kann jede*r sich so darstellen wie er*/sie* will. Ich kritisiere den „langweiligen Spießer“ nur da wo er* der Meinung ist, Homophobie würde durch extravagante Tunten ausgelöst/verstärkt/erhalten.

    Also bleibst du bei dem dämlichen Unterstellung, jeder Schwule ohne Drag-Ambitionen wäre ein „konservativer langweiliger Spießer“. Neutral oder gar positiv kann man diese Attribution ja wohl kaum nennen.

    Jay, das sind wüsten Unterstellungen. Darum ging es allophilia offenbar nicht. Paternalistisch ist vielmehr, z.B. Drag-Queens pauschal zu unterstellen, sie würden lediglich einen »Identitätskitsch« pflegen und ihnen abzusprechen, dass sie »ihre eigenen Vorlieben ausleben«.

    Ich dachte, aus meinem Kommentar wird klar, dass sich der Vorwurf des Identitätskisches nicht an Leute richtet, die Spass am Drag-Queen-Outfit haben, sondern an Leute wie allophilia, denen es nicht in den Kram passt, dass am CSD auch Leute in anderen Outfits auftauchen.

  19. 19 allophilia.blogsport.de 15. März 2011 um 12:14 Uhr

    Also das hast du immer noch falsch verstanden. Als Spießer* bezeichne ich hier nicht Leute die keine „Drag-ambitionen“ haben sondern Leute die Zusätzlich zum fehlen dieser Ambition, dagegen z.B nach einem CSD wettern.

    Sich bei ner Parade darüber aufzuregen das irgend jemand nicht seriös genug auftritt finde ich übrigens generell albern.

    Hier aber nochmal in aller Deutlichkeit: Von mir aus kann jede*r rumlaufen wie er will. Ich bin nämlich kein Spießer, der sich daran hochzieht das jemand nen Anzug, Drag, garnichts oder sonstwas an hat.

  20. 20 Ben 15. März 2011 um 15:19 Uhr

    „Sich bei ner Parade darüber aufzuregen das irgend jemand nicht seriös genug auftritt finde ich übrigens generell albern.“

    …weil eine parade nämlich selbst gar keine seriöse veranstaltung ist und es deshalb genau so albern ist, sich darüber aufzuregen, welche gruppen mit welchen interessen und welchen politischen forderungen dort auftreten.
    schön, dass Du das erkannt hast.

  21. 21 allophilia.blogsport.de 15. März 2011 um 23:53 Uhr

    Seriös bezogen auf das äussere Erscheinungsbild. Will heissen eine Parade ist eine feierliche Veranstaltung. Da ist extravagantes Auftretten nicht verwunderlich und vieleicht sogar förderlich. Aber danke für die Polemik.

  22. 22 earendil 16. März 2011 um 0:46 Uhr

    @Freddy der * steht hinter gewissen Wörtern um deren Fremdkonstruktion deutlich zu machen. Also dort wo eine bezeichnung von anderen zugeordnet wird. Z.B Bei Mann*/Frau* und nicht dort wo es um eine Selbstbezeichnung geht: schwul/tunte/lesbisch etc.

    Wie bitte??? Seit wann ist den schwul/tunte/lesbisch keine Fremdbezeichnung, bzw. weniger als Frau/Mann? Sicher tragen viele Schwule, Lesben und Tunten diese Stigmatisierungen heute voller Stolz als Selbstbezeichnungen tragen (was angesichts der toleranten heteronormativen Gesellschaft hier und heute nichts weiter als Identitätskacke und Bestätigung der Heteronormativität ist, wie Ben schon schrieb – letztlich das schwullesbische Pendant zum Differenzfeminismus), aber das gilt für Männer und Frauen ja erst recht. Also wenn dann ist das Sternchen bei schwul/tunte/lesbisch nicht weniger angebracht als bei Mann/Frau!

  23. 23 Ben 16. März 2011 um 3:47 Uhr

    „Seit wann ist den schwul/tunte/lesbisch keine Fremdbezeichnung, bzw. weniger als Frau/Mann?“

    besonders schön ist in dem zusammenhang das von allophilia benutzte „schwule Männer*“. das soll dann jawohl menschen bezeichnen, die sich als „schwul“, aber nicht unbedingt als „mann“ identifizieren.

  24. 24 allophilia.blogsport.de 16. März 2011 um 14:27 Uhr

    Beides kann sowohl Selbstbezeichnung als auch Fremdbezeichnung sein. Ich habe nur deutlich gemacht wie ich was verwende.

    das soll dann jawohl menschen bezeichnen, die sich als „schwul“, aber nicht unbedingt als „mann“ identifizieren.

    Wilkommen in der Postmoderne =).

  25. 25 earendil 16. März 2011 um 15:07 Uhr

    Ich habe nur deutlich gemacht wie ich was verwende.

    Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du, wenn du im Text von Schwulen/Tunten/Lesben ohne * schreibst, schreibst du von Leuten, die sich selbst so bezeichnen? Das stimmt aber nicht, lies deinen Text noch mal.

  26. 26 Ben 16. März 2011 um 15:50 Uhr

    „Wilkommen in der Postmoderne =). “

    um die verwirrung mal komplett zu machen, in feministischen zusammenhängen gibt es das ja tatsächlich: monique wittigs „lesben sind keine frauen“.

    „Bewegungsspielräume werden eben nicht da erzeugt wo man sich besonders angepasst gibt, sondern dort wo man sich sie nimmt.“

    allophilia, csds erkämpfen gar keine freiräume, erst recht nicht für „extravagante tunten“.
    und mal ganz ehrlich, findest Du die bestehenden „bewegungsspielräume“ nicht ziemlich erbärmlich? und glaubst Du wirklich nicht, das die heutige, eigentliche soziale funktion von csds die zementierung genau dieser „bewegungsspielräume“ ist?
    und wie stehst Du denn nun zu den auswirkungen auf unidentifizierte dritte, die eben durch die bestätigung der homosexuellen rolle, die eben bei jedem csd stattfindet, auftreten?

  27. 27 allophilia.blogsport.de 16. März 2011 um 18:46 Uhr

    @earendil Ja, die Kritik hab ich in der Tat schon öfter gehört. Kann durchaus sein, dass das an manchen Stellen hackt. Aber beim drüberlesen hab ich jetzt keine Stelle endeckt. Welche Stelle meinst du den in diesem Artikel beispielsweise?

    @Ben Das mit den Bewegungsspielräumen bezog sich jetzt nicht direkt auf den CSD sondern auf Verhalten allgemein. Und natürlich hast du recht die gegebenen Bewegungsspielräume sind recht eng.

    Und die Problematik die du ansprichst sehe ich schon auch. Natürlich gibt es auch eine homosexuelle Rolle die nicht unbedingt emanzipativ wirkt. Wie ich ja auch in meinem Artikel: Dilemma der schwulen Emanzipation und in meinen Artikeln zur Homonormativität ausgeführt hab.

    Wenn du jetzt mit unidentifizierte Dritte meinst ist mir nicht ganz klar? Ist das der Teenager der im Bauernkaff aufs Maul bekommt, weil ich zu tuntig aufm CSD war?

  28. 28 earendil 16. März 2011 um 20:36 Uhr

    Während es beispielsweise in München etliche Bars, Kneipen, Clubs, Vereine für Schwule gibt, können Lesben nur auf weit weniger Angebot dieser Art zurückgreifen.

    Ein weiteres und dabei nicht weniger klassisches Argument vieler Schwuler ist, dass das Bild von Schwulen als effeminierte Männer* in der Öffentlichkeit dadurch noch weiter verstärkt werden würde. Ärgerte sich manch einer doch über die blöden Drag-queens, die Jahr für Jahr in der Berichterstattung über den CSD dafür sorgen, dass der schwule Mann* nicht als der konservative langweilige Spießer rüberkommt der er eigentlich ist.

    Verständlich?

    Ich versteh auch ähnlich wie Ben an manchen Stellen nicht, warum du Männer mit * versiehst, das „schwule“ davor aber nicht. Gerade wenn es um (angeblich oder tatsächlich) antifeministische, „spießige“ mainstream-CSD-Schwule geht, ist „Mann“ gewiss ebenso Selbstbezeichnung wie „schwul“.

  29. 29 kiturak 03. April 2011 um 9:57 Uhr

    Ich bin die Kommentare immer noch nicht durch, aber cooler Artikel! Danke. Das Einknicken ist so traurig … und auch ein wenig peinlich.

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