Gerüchteküche Internet – Aufstieg und Fall eines Gerüchts

Auf der Website der Nazihoolband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ tauchte ein Foto auf das H.P. Baxxter, Frontsänger der Band Scooter, im Kreise der Nazihoolband zeigte. Oireszene veröffentlichte daraufhin einen Artikel unter Einbindung eines weiteren Fotos, was angeblich H.P. Baxxter mit einem T-Shirt der NSBM Band Burzum zeigte. Mittlerweile ist klar, das zweite Foto ist eine klare Fälschung, das Original entstand bei der Unterzeichnung im Goldene Buch der Stadt Leer:

Zudem legt eine Stellungnahme bei Facebook klar, dass das erste Foto im Flugzeug entstanden ist, und H.P. Baxxter sich wohl nicht bewusst war, mit wem er sich da ablichten lässt. Hier die Stellungnahme die auf Facebook aufgetaucht ist:

Liebe Redaktion von Oire Szene,

soeben wurden wir auf euren heute online gestellten Blog (Anm. d. Red.: vermutlich ist Blog Post gemeint) aufmerksam gemacht. http://oireszene.blogsport.de/

Hiermit möchte ich betonen, dass weder die Band Scooter noch der Frontmann H.P. Baxxter jeglichen Kontakt oder auch Vorliebe zur Rechten Szene pflegt.

Die von euch genannte Band „Kategorie C“ haben Scooter per Zufall im Flugzeug getroffen und nur deswegen einem Foto zugestimmt, da sie keine Ahnung hatten, dass es sich hierbei um eine Nazihooliganband handelt.

Das Bild, welches H.P. Baxxter mit Ostfriesentee und einem Schriftzug auf dem Hemd zeigt, ist ganz klar eine Fotomontage.

Gerne sind Scooter zu einer Stellungnahme bezüglich dieses Vorwurfes bereit.

Ich freue mich von euch zu hören

Viele Grüße aus Hamburg
Anne*

Der Fall zeigt, dass Informationen im Internet und Medien allgemein immer kritisch hinterfragt werden müssen. Und Fotomontagen heute für fast jeden leicht zu machen sind, insbesondere wenn man nur einen kleinen Schriftzug auf eine Hemd setzen muss. Es ist gut möglich, dass es die Nazis von KC selbst sind, die dieses Gerücht lanciert haben.

Nachtrag: Die Behauptung die Nazi hätten das Gerücht evtl. lanciert nehme ich aus der Zitierung des KC Gästebuchs auf Oireszene mit der Behauptung HP hätte ein Autogramm verlangt.

Wieso sollte er ein Autogramm von jemandem verlangen, den er laut Erklärung seines Managements garnicht kennt?

So weit hergeholt, finde ich meine Vermutung daher nicht.


6 Antworten auf “Gerüchteküche Internet – Aufstieg und Fall eines Gerüchts”


  1. 1 GrafZahl 30. März 2011 um 7:59 Uhr

    Zu dem Gästebuchkommentar: ein paar Seiten weiter steht auch, dass Hannes (KC) sich ein Autogramm von HP auf die Kotztüte hat geben lassen.

    Da wird einfach nur irgendwie (wohl sarkastisch) auf die Anfragen reagiert…

  2. 2 Thomas Fischer 30. März 2011 um 9:44 Uhr

    Mensch, was nehmt ihr Gästebuch Einträge so ernst.
    Die können frei erfunden sein, somit besteht keinerlei Glaubwürdigkeit!

    Alles in allem, lasst die Band Scooter aus dem Spiel, die waren es nie und werden niemals politisch sein.
    Schluss aus. Hört auf, die Nazikeule gegen Menschen zu schwingen, die nun wirklich nichts damit zu tun haben!

  3. 3 tee 30. März 2011 um 21:33 Uhr

    Alles in allem, lasst die Band Scooter aus dem Spiel, die waren es nie und werden niemals politisch sein.

    tja, eben.

  4. 4 Marc 03. April 2011 um 0:59 Uhr

    Ich denke, dass er es nicht gewusst hat, da sowas für ihn alltäglich ist, wenn sich leute mit ihm fotografieren lassen. Das daraus gleich so ein tam tam gemacht wird find ich überflüssig!

  5. 5 dasWombat 12. April 2011 um 18:11 Uhr

    Burzum ist NSBM? Seit wann denn das bitteschön?

  6. 6 allophilia.blogsport.de 13. April 2011 um 15:09 Uhr

    1994 wurde Vikernes wegen des Mordes an Aarseth, Brandstiftung an mehreren norwegischen Kirchen sowie des Besitzes von Sprengstoffen zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt und wandte sich immer mehr der rechtsextremen Szene zu. Für den sich vor allem in Osteuropa großer Beliebtheit erfreuenden neonazistischen Flügel des Black Metal, den „National Socialist Black Metal“ (NSBM), ist Vikernes zur Symbolfigur und Burzum zu einer Band mit Kultstatus geworden.[9][10] Bezüglich der Zuordnung Burzums zum NSBM streiten sich allerdings die Black-Metal-Szene und externe Berichterstattung: Diese stuft Burzum oftmals als NSBM-Band ein.[10][11][12][13][14] Von der Szene selbst wird das Projekt aber nicht zum NSBM gezählt, da offen rassistische Gesinnung oder politische Aussagen in den Texten nicht zu finden sind: Auch die Begleittexte zu den nach seiner Zuwendung zum Rechtsextremismus veröffentlichten instrumentalen Alben, die Themen der germanischen Mythologie aufgreifen, sind „nicht offen neonazistisch. Sie spiegeln vielmehr seinen heidnischen Glauben und handeln von Figuren aus norwegischen Volksmärchen und Sagen.“[15] Einen Bezug zur NS-Ideologie stellt dagegen das im Zusammenhang mit einem Befreiungsversuch durch eine Gruppe norwegischer Rechtsextremisten erschienene Burzum-T-Shirt mit einem SS-Totenkopf und dem Aufdruck „Support your local Einsatzkommando“ her.

    von wikipedia.

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