Archiv für Juni 2011

Lustige Demoschilder!

Mal was zum lachen. Sollte man ja zwischendrin auch nicht vergessen:

Stonewall Riots!

Heute vor 42 Jahren, am 28. Juni 1969 kam es in den frühen Morgenstunden zu der Polizeirazzia in der Bar „Stonewall Inn“, die die tagelangen Ausschreitungen auslösen sollten, die als Stonewall Riots in die Geschichte eingegangen sind. Es folgte eine weltweite Bewegung die für die zunehmende Freiheit von sexuellen Minderheiten zumindestens im sogenannten Westen sorgte. Trotzdem sind wir auch im Jahr 2011 noch weit von Freiheit und Gleichberechtigung für sexuelle Minderheiten entfernt. Der Heterosexismus und die Homophobie ziehen sich nach wie vor durch nahezu alle Ebenen der Gesellschaft, auch wenn das Viele heutzutage nicht mehr einsehen wollen, wie den FeministInnen wird auch, den Queers nach wie vor vorgehalten ihre Emanzipationsbewegung wäre doch erfolgreich gewesen und die Gleichberechtigung erreicht. Exemplarisch seien hier nur die rechtliche Ungleichbehandlung bei Ehe/Kindern/Adoption/Rente/Steuerrecht genannt und die nach wie vor exorbitant höhere Selbstmordrate unter nicht-heterosexuellen oder nicht-cis Jugendlichen genannt.

Deswegen erinnert euch heute daran, fleissig weiter zu kämpfen!

suedwatch.de & die rote SA & das ganz normale Gedenken der Mörderbanden

Wie ihr sicher mitbekommen habt, zog die Pressearbeit des rabatz weite Kreise, sogar BILD.de veröffentlichte einen Artikel in dem sogar direkt auf die Seite von rabatz verwiesen wird.

Mittlerweile findet sich ein Bericht sogar in der „Internationalen“ Presse.

Kurzum, die Enthüllung wurde überall angenommen: Allen schien es verständlich dass man Kinder nicht in einer Bundeswehrkaserne die nach dem Wehrmachts-General Rudolf Konrad benannt ist auf eine Mini-Stadt names (Mini-)Mitrovica schiessen lassen kann:

Mitrovica ist eine Stadt im Kosovo mit einer traurigen Geschichte: Im Zweiten Weltkrieg marschierte hier die Deutsche Wehrmacht ein, 1942 errichteten die Nazis ein KZ-ähnliches Lager. 300 Roma mussten hier Zwangsarbeit verrichten und wurden schließlich von der SS ermordet.

Auch suedwatch schließt sich weitesgehend dieser Kritik an: „Die Kritik an diesem seltsamen “Spielplatz” ist, wenn sich tatsächlich alles so abgespielt hat, wie berichtet, mehr als berechtigt. “ (Hervorhebung allophilia)

allerdings nicht ohne zu skandalisieren wer diese Enthüllung ermöglicht hat: „Am 17. Mai marschierte diese rote SA schon einmal in Bad Reichenhall auf, mit dem selbst erteilten Auftrag zur “Entnazifizierung”“(Hervorhebung allophilia)

Um schließlich die Bombe platzen zu lassen: „Zu diesen Kameradentreffen kann man stehen, wie man will, Tatsache ist, dass sie fester Bestandteil des Gedenkens nahezu aller Nationen und Völker sind. Und dass die Gedenken an die nie mehr zurückgekehrten und die menschlichen Tragödien darum durchaus friedenschaffende Funktion haben kann“. Dazu verlinkt suedwatch direkt auf g*birgsjaegerkameradschaft232.de.

Damit bietet suedwatch, die sich sonst gerade mit einer kritischen Reflexion der Israelberichterstattung der Sueddeutschen Zeitung beschäftigen, wieder mal ein klassisches Beispiel für rechten Philosemitismus: „Die rechten Kreise in München – vom verhinderten Bombenleger bis zum Stadtrat – haben ihren Auftrag nicht vergessen. Selbst die Wenigen, die vorgeben sich gegen Antisemitismus zu wenden, dichten Jüdinnen und Juden sowie dem jüdischen Staat eine problematische Frontstellung an. Und wenn es um das Ausleben von antimuslimischem Rassismus geht, stehen auch Letztere wieder unverbrüchlich mit Antisemitinnen und Antisemiten zusammen und halten diesen sogar ein Mikrophon hin.“ oder Gedenken der menschlichen Tragödien im Zuge der gefallenene Täter.

Wem dieser mit heisser Nadel gestrickter Text zu unverständlich ist, der kann sich selber ein Bild machen: www.suedwatch.de/blog/?p=5954