Archiv der Kategorie 'Geschichtsrevisionismus'

„rechtsradikaler Unsinn“ auf der Homepage der Partei DIE LINKE Duisburg

Kleine Zusammenfassung zu den Vorfällen um das antisemitische Flugblatt:

Auf der Homepage der Partei DIE LINKE Duisburg fand sich ein antisemitisches Flugblatt, wenn in der seitenintegrierten Suchfunktion der Begriff „Israel“ eingegeben wurde. Das besagte Flugblatt spottet allen bereits bekannten Fakten über Antisemitismus in der Partei DIE LINKE, denn „ damit es auch der Letzte auf den ersten Blick begreift, hatte man der Headline zum einen ein Symbol, das eine Mischung aus einem Davidstern und einem Hakenkreuz darstellt, und zum anderen ein angebliches Zitat des früheren israelischen Premierministers Ariel Sharon vorangestellt: ‚Wir, das jüdische Volk, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das‘“1.


Ein weiteres trauriges Kapitel im Ratespiel: Von wem ist es? LINKE oder NPD?

Außerdem wurde der Holocaust geleugnet und Sätze wie „Es ist durchaus denkbar, daß ein Mossad-Agent mit einem Duplikat eures Reisepasses im Iran unterwegs ist“ schlagen dem Fass nun wirklich den Boden aus.

Das Flugblatt verschwand ziemlich bald von der Homepage der Partei und in den Medien finden sich bereits „Dementis“ , so behauptet unter anderem Sprecher der Partei Hans-Werner Rook: „dass sich ein Rechter in die Partei eingeschmuggelt und das Flugblatt eingestellt hat“ und „Wir sind total empört. Das ist alles rechtsradikaler Unsinn2.
Die Kreisvorsitzende Ute Abraham rätselt noch wie das Flugblatt auf die Partei Seite gelangen konnte, vorsorglich schiebt man aber schon mal vor: „alle Ortsverbände in Duisburg [haben] die Möglichkeit, den Internetauftritt mitzugestalten, daneben etwa auch die Jugend- und die Studentenorganisation“3.

Holocaustleugner Ahmed Rami
Holocaustleugner Ahmed Rami

Das Flugblatt stammt angeblich von der Website „Radio Islam“ dessen Betreiber Ahmed Rami „mit „Radio Islam“ […] seit 1987 in Schweden die Zusammenarbeit von Rechtsextremisten und Islamisten betreibt“. Das damals wirklich als Radiosender zu empfangene Projekt existiert mittlerweile nur noch als Website. Unter anderem rief Ahmed Rami 2007 im Hisbollah-nahen Fernsehsenders Al-Manar französischen Muslime dazu auf Le Pen zu wählen4, weil dieser der einzige sei, der gegen die Zionisten in Frankreich vorgehen würde.5

Wer selbst einen Blick auf diesen antisemitischen Dreck (gemeint ist das besagte Flugblatt) werfen will: hxxp://www.mediafire.com/?vmdz4bn8fk9l2ww

  1. http://lizaswelt.net/2011/04/27/brothersincrime/ [zurück]
  2. http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-regional/antisemitisches-flugblatt-auf-linkenhomepage-17609456.bild.html [zurück]
  3. http://www.tagesspiegel.de/politik/antisemitische-aktivitaeten-bei-duisburger-linken/4105220.html [zurück]
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Rami [zurück]
  5. http://www.thememriblog.org/blog_personal/en/369.htm [zurück]

Antifa heisst Kriegsgrabschändung

Wie die Bullen berichteten: Antifa heisst Kriegsgrabschändung:


Quelle:http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen-west/grabschaender-mangelnder-ortskenntnis-1166049.html

Fordern und Fördern unterhalb des Existenzminimums?

Ahoi Polloi

Alter Wein in neuen Schläuchen fliesst derzeit durch die deutsche Medienlandschaft. In Dresden protestiert die bürgerliche Volksgemeinschaft gegen Neo-Nazis und gedenkt den „Opfern“ der/s alliierten Bombenangriffe(s). Hierbei vollzieht man eine Glanzleistung an Umdeutung der Geschichte. Der Deutsche im Allgemeinen wird reingewaschen von seiner Mitschuld am Terror und Krieg der Nazis, es wird uns ein Bild präsentiert vom guten deutschen Zivilisten der unterjocht von den Nazis nun auch noch von den Alliierten bombadiert wird. Ohne wirklich eine Blockade der Neo-Nazis herbeigeführt zu haben, wird die Menschenkette medial gefeiert. Nicht umsonst schreiben einige Nazis auf Thiazi, man solle doch nächstes mal lieber gleich zur bürgerlichen Gedenkveranstaltung gehen und nichts „eigenes“ anmelden und dann mit dem betroffenen Deutschen direkt ins Gespräch kommen. Anknüpfungspunkte zwischen BRDistischem Täter-zu-Opfer-Gedenken und neonazistischem Trauermarsch gibt es freilich jede Menge.

Auch in der aktuellen Hartz IV Diskussion finden sich eine ähnliche Struktur. Was früher noch Reichsarbeitsdienst hieß wird heute etwas abgewandelt als „Fordern und Fördern“ gefordert. Ausgang der ganzen Diskussion stellte eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass am 9. Februar 2010 feststellte „dass die Vorschriften des SGB II, die die Regelleistung für Erwachsene und Kinder betreffen, nicht den verfassungsrechtlichen Anspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG erfüllen“. Erstaunlicherweise war die erste Reaktion vieler Politiker, erstmal ein Korrektur von Hartz IV zu fordern, die noch erstaunlicherweise durchaus auch eine Senkung sein könne. So verkündtete der Bundestagsabgeordnete Martin Lindner nach dem Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts gibt es in der FDP Überlegungen, die Regelsätze zu senken. Arbeitsministerin von der Leyen informiert sich schonmal in den Niederlanden über ein Projekt bei dem Langzeitarbeitslose nur noch Geld vom Staat erhalten, wenn sie regelmässig in spezielle Fitness Studios o.ä. gehen. Dort wolle man die Arbeitslosen „aufbauen“ und sie überzeugen dass sie durchaus etwas leisten können. Diese Zynik und unmenschliche Hetze die Hartz IV Empänger*Innen und eigentlich auch jedem arbeitenden Menschen entgegengebracht wird, kann eigentlich nur noch durch eine Karrikatur ausgedrückt werden.

Balsam für die gequälte Psyche bietet also der Humor, deswegen will ich euch auch noch folgendes empfehlen:

Westerwelles Feldzug gegen den Sozialstaat


Guido Westerwelle mit Stempel "Falsch"
Der Staat steht vor dem Ruin: Faule Hartz IV-Empfänger liegen uns auf der Tasche und alle, die noch arbeiten, sind Deppen. So die Polemik des Guido Westerwelle. Doch was sind die Fakten? [Videoquer]

Und dass die entsprechenden Politiker die jetzt noch Senkungen fordern u.ä. auch nicht blöd sind, sondern solche Aussagen natürlich gezielt lancieren erklärt uns dieser Clip:

„Hartz IV ist kein Spaß“

Politpsychologe Thomas Kliche Über das „Phänomen Westerwelle“ unterhält sich Christoph Süß mit dem Politpsychologen Thomas Kliche. Meint Guido Westerwelle das, was er in letzter Zeit so geäußert hat, tatsächlich ernst? Ja, sagt Thomas Kliche.[Videoquer]

11.4 Naziaufmarsch in München.

Im April gibts wiedermal einiges an Nazischeisse in München, am 11. April wollen die Nazis durch München marschieren und am 18. April will „Kategorie C“ in München spielen. Zumindestens zweiteres ist schon unwarscheinlicher geworden. Ersteres gilt es zu verhindern. Mehr Infos bald bei der Antifa nt und Luzi-m.

Stauffenberg reloaded

Nun nimmt sich ja auch Hollywood dem Thema Stauffenberg an. Da es schon zahlreiche Kritiken sowie auch Lob an dem Film gibt, und auch zahlreiche historische Forschungen zum Thema Stauffenberg gibt, lässt sich das Thema eigentlich auf eine Kernfrage reduzieren:

Was war die Motivation für den „Widerstand“ von Stauffenberg und Co?

Da sich diese Frage auch historisch nicht so einfach beantworten lässt, schließlich kann niemand einer historischen Persönlichkeit in den Kopf schauen, kann man eigentlich nur Rückschlüsse aus dem Kontext der Geschichte Stauffenbergs schließen.

Wie diese ausfällen, hängt natürlich auch von den eigenen Vorstellungen ab. Die folgenden Ausführungen entsprechen meinen Vermutungen über die Motivation:

Ich halte es für mehr als unwahrscheinlich, das ein Offizier aus „gutem Gewissen“ handelt, obwohl er die Jahre vorher das Regim durch seinen Dienst unterstützt hat. Auch liegt für mich Nahe, dass ein Militarist wie Stauffenberg, wohl eher den Erhalt seiner geliebten Wehrmacht und/oder des 3. Reiches im Sinn hatte. Ich bin mir relativ sicher: Ein Militaristen und hoher Offizier wie Stauffenberg hatte die drohende Niederlage von Nazideutschland wohl vor Augen, und wollte nur noch retten was zu retten war. Mit einer tatsächlichen Opposition hat das sicher wenig zu tun. Kann es Zufall sein, dass die Verschwörer um Stauffenberg den Notfallplan „Walküre“ von Hitler, der das dritte Reich gegen einen Aufstand seitens „der Zivilbevölkerung, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen“1 schützen sollte, benutzt haben um ihren „Staatsstreich“ zu ermöglichen?

„Soldaten des Ersatzheeres sollten dabei kriegswichtige Punkte in Berlin und anderen größeren Städten besetzen und gegen Aufständische vorgehen. Die Auslösung durch das Codewort Walküre war Adolf Hitler persönlich und dem Kommandanten des Ersatzheeres vorbehalten.“2

So verweisen die Fans des militärischen Widerstands immer wieder darauf, dass man die antidemokratische Haltung von Stauffenberg im zeitgeschichtlichen Kontext ruhig ignorieren könne. Meiner Meinung nach kann man dies nicht. Auch das Stauffenberg in diesem Film als Familien- und Gefühlsmensch dargestellt wird, halte ich für fragwürdig, gibt es doch viel glaubwürdigere Widerstandskämpfer gegen das dritte Reich, z.B: Georg Elser. Bei dieser Gelegenheit möchte ich die Seite des Georg Elser Arbeitskreises Heidenheim empfehlen: www.georg-elser-arbeitskreis.de, dessen „Ziel […] es (ist), dass Georg Elser in der Erinnerungskultur des deutschen Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur [den] herausragende[n] Stellenwert eingeräumt wird, der ihm zusteht“3. Außerdem sind dort die Verhörungsprotokolle der Gestapo dokumentiert. Deren „Wahrheitsgehalt wird dadurch unterstrichen, dass es von den Nazis nie veröffentlicht wurde und im krassen Gegensatz zu den Verlautbarungen der NS-Presse steht. Schließlich decken sich die wesentlichen Punkte mit Aussagen von Elsers Verwandten, Freunden und Kollegen“4.

Die Bewertung eines wie immer gearteten Widerstandes gegen das dritte Reich, hängt also zu großen Teilen von der eigenen politischen Meinung ab. Allen denjenigen die keine Befürworter des Militarismus sind, würde ich aber raten von einer Heroisierung Stauffenbergs abstandzunehmen.

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Walk%C3%BCre [zurück]
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Walk%C3%BCre [zurück]
  3. http://www.georg-elser-arbeitskreis.de [zurück]
  4. http://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/protokoll.htm [zurück]